Kloster Hornbach blickt auf eine wechselvolle Vergangenheit zurück. In den vergangenen 1250 Jahren ergaben sich einschneidende Veränderungen für Stadt und Kloster - glanzvolle Zeiten wechselten sich mit schicksalbedingten Ereignissen ab.


742


Pirminius gründet das Kloster zu Hornbach. Mit großer Wahrscheinlichkeit verfügte es damals nur über eine einschiffige Saalkirche mit Apsis. Um das Gotteshaus herum gruppierten sich die für einen Klosterbetrieb notwendigen Gebäude, wie es das Leben der Benediktiner erforderte.

753


Tod Pirminius, der später heilig gesprochen wird. Er wird in der Abtei beerdigt.
Nach Pirminus Tod folgte eine Blütezeit der Abtei, die rasch zum religiösen, geistigen und kulturellem Zentrum der Gegend heranwuchs.

829


Bau der Klosterschule, welche sich erfolgreich der Ausbildung adeliger Söhne in Sprachen, Religion und alle weltlichen Wissenschaften widmet. Der hohe Stellenwert bei wichtigen Persönlichkeiten und Herrschern spiegelt sich auch in uneingeschränkten Vorrechten wider.

865


Reliquien des Papstes Fabian in Hornbach bezeugt.

1072


Kaiser Heinrich bestimmt die Abtei als salisches Eigenkloster.

1135


Heinrich V. verleiht dem Kloster das Münzrecht.

Wie bei allen reichen Benediktinerklöstern wurde auch der Abtei Hornbach im 12. Jahrhundert ein Stift angegliedert. Märtyrerpapst St. Fabian fungierte als Namensgeber für die Stiftskirche.

1275


Papst Gregor X. nimmt die Stadt Hornbach unter seinen päpstlichen Schutz.

1352


Kaiser Karl der IV. verleiht Hornbach die Stadtrechte.

1533


Hieronymus Bock, Vater der Heilpflanzenkunde, wird als Chorherr an das St. Fabiansstif berufen.

Die Reformationszeit brachte schwerwiegende Veränderungen im kirchlichen Leben mit sich, die letztendlich den Untergang des Klosters bedeuteten.

1558


Herzog Wolfgang von Zweibrücken löst die Abtei auf.

1559


In den Klosterräumen wird eine ev. Landesschule eingerichtet, aus der später das spätere Herzog-Wolfgang-Gymnasium in Zweibrücken hervorging. Die Fabianskirche wird zur Wohnung des Rektors umgebaut.

1575


überführten Kirchenmänner Pirminius sterbliche Überreste in die Jesuitenkirche nach Innsbruck. Eine Hinweistafel ziert heute die ursprüngliche Grabstätte auf dem Hotelgelände.

Die Kriege des 17. Jahrhundert und die Pest hinterließen ihre Spuren und stürzten Hornbach in unsagbares Elend. Während des Holländischen Krieges wurden im Frühjahr 1677 Teile der Stadt und des Klosters von den Franzosen niedergebrannt. Die Abtei zerfiel.

1798


wird zum ersten Mal auf dem Marktplatz ein Freiheitsbaum nach französischem Vorbild errichtet.

1913


Eröffnung einer Bahnlinie nach Hornbach.

1939


erste Kriegshandlungen

1956/57


Erbauung der Gedächtnisstätte über dem Grab Pirmins.

1991


Aufnahme der Stadt Hornbach in das Städtebauförderungsprogramm des Bundeslandes Rheinland-Pfalz

Nach umfassenden Recherchen entschieden sich die Stadt Hornbach, die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, der Landkreis Südwestpfalz mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz für die Neugestaltung des Klosters und seine künftige Nutzung als Hotel.

1992


Beginn der Restaurierung des nördlichen Kreuzganges und der Fabianskirche.

1992


1250-Jahr-Feier Kloster Hornbach

1995


Einweihung des restaurierten St. Fabians-Stiftes.

Seit 1996 waren aufwendige Restaurationsarbeiten im Klosterbezirk im Gange, die mit der Hoteleröffnung am 20. März 2000 ihre Vollendung fanden.

Einen interessanten Blick hinter die geschichtlichen Kulissen des Kloster Hornbach finden Sie auch hier

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